Die Leibrente


Was ist eine Leibrente?

Leibrenten sind gleichbleibende Bezüge, die auf Lebenszeit einer bezugsberechtigten Person ausgezahlt werden. Das bedeutet mit einer Leibrente, auch Immobilienrente genannt, können Eigenheimbesitzer im Ruhestand ihre Rente aufstocken. Die meisten Senioren haben ihre Immobilie in der Regel schon abbezahlt und beziehen aber nur eine kleine Rente. Mit der Leibrente können Rentner finanzielle Engpässe überbrücken. Konkret heißt das die Eigentümer verkaufen ihre Immobilie und bekommen von dem neuen Eigentümer dafür monatliche Rentenzahlungen bis zu ihrem Tod, also eine lebenslange Zahlungen. Im Grundbuch wird meistens ein lebenslanges Wohnrecht eingetragen, damit der Senior weiter in seinen eigenen vier Wänden wohnen kann. Es gibt aber auch die Möglichkeit einer Zeitrente, diese ist wie der Name schon sagt zeitlich begrenzt, zum Beispiel 15 Jahre und danach gilt der Kaufpreis als gezahlt.


Die Immobilienrente ist eine besondere Form des Haus- oder Wohnungsverkaufs. Während Sie die Rechte an der Immobilie an den Käufer abgeben, können Sie weiterhin mietfrei wohnen, ohne ausziehen zu müssen. Das Wohnrecht gilt dabei bis zum Lebensende oder einem vorher vereinbarten Zeitpunkt. Sowohl die Leibrente als auch das Wohnrecht werden notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen. Der Käufer verpflichtet sich durch die Eigentumsübertragung, für anfallende Kosten, wie beispielsweise Instandhaltungskosten und Grundsteuer, aufzukommen.

Für wen ist die Leibrente geeignet?

Einzelpersonen oder Paare ab 70 Jahre Senioren mit geringen Monatseinnahmen oder einmaligen Kapitalbedarf
Senioren mit geringen Monatseinnahmen oder einmaligen Kapitalbedarf Senioren, die Geld für Pflege oder Gesundheitsleistungen benötigen
Senioren, deren Immobilie noch mit einem Kredit belastet ist Senioren mit oder ohne Erben

Was sind die Vorteile einer Leibrente?

Objektives Gutachten: Der Wert Ihrer Immobilie wird von einem unabhängigen Sachverständigen ermittelt Mit Brief und Siegel: Sowohl die Leibrente als auch lebenslanges Wohnrecht werden notariell abgesichert und sind grundbuchgesichert
Flexibilität: Bei Umzug in ein Pflegeheim können Sie Ihr altes Zuhause vermieten. Zusätzlich zur Leibrente stehen Ihnen auch die Mieteinnahmen zu Instandhaltung der Immobilie: Die Koste dafür übernimmt der Käufer. Von dieser Pflicht sind Sie befreit
Absicherung für Erben: Sollten Sie innerhalb einer vereinbarten Mindestfrist versterben, erhalten Ihre Erben einen finanziellen Ausgleich 

Wie berechnet man eine Leibrente?

Die Höhe der Leibrente ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Der Betrag wird natürlich durch den Immobilienwert und die Laufzeit der Rentenzahlungen beeinflusst. Außerdem spielen das Alter und Geschlecht des Immobilieneigentümers eine Rolle. Dabei wird die statistische Lebenserwartung der Leibrentenberechtigten herangezogen: Je älter die Eigentümer, desto höher fällt die Rente aus. Beim Leibrentenfaktor wird der statistische Mittelwert zugrunde gelegt, der auf den Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes basiert.


Ein Beispiel für 75-jährigen Mann:

Mietwert: 500 Euro monatlich, 6.000 Euro jährlich

6.000 x 11,75 (Leibrentenfaktor)= 70.500 Euro (Wert des Wohnrechts)

Immobilienwert: 150.000 Euro
abzgl. Wohnrecht 70.500 Euro
ergibt: 79.500 Euro

Berechnung der Leibrente:
70.500 Euro : 12 Monate : 11,75 = 563,83 Euro

Der 75-jährige Mann würde eine monatliche Leibrente von 563,83 Euro erhalten.
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Welche Optionen gibt es mit der Leibrente?

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